Unsicherheit ist nicht das Problem – unser Umgang damit entscheidet.

Die Welt verändert sich rasant. Was gestern noch als sicher galt, wird heute neu verhandelt: Geschäftsmodelle, Führungsrollen, Zusammenarbeit – alles ist in Bewegung. Als Führungskraft wirst du zunehmend zur Begleiter:in im Wandel. Doch was gibt Orientierung, wenn die Zukunft nicht vorhersehbar ist? Was macht dich handlungsfähig, wenn dir die Antworten fehlen?

Die Antwort liegt nicht im Außen. Sondern in deiner inneren Haltung. In diesem kompakten Guide erhältst du 5 zentrale Strategien, mit denen du deinen Umgang mit Unsicherheit stärkst.

Nicht als einmaliges Rezept – sondern als kompassorientierte Führung in bewegten Zeiten.

Was Unsicherheit heute bedeutet – und was sie mit dir macht

Die Unsicherheit, mit der wir heute umgehen müssen, ist nicht nur eine Frage von Krisen oder fehlenden Informationen. Sie ist ein Dauerzustand – getrieben von globalen, technologischen und gesellschaftlichen Veränderungen:

Wirtschaftliche Unsicherheit: Inflation, geopolitische Spannungen, Marktvolatilität – langfristige Planung wird zur Herausforderung.

Technologischer Wandel: KI, Automatisierung, digitale Tools – vieles passiert schneller, als Strukturen folgen können.

Gesellschaftlicher Wandel: Neue Werte, Generationen mit anderen Erwartungen, Diversität und Inklusion verändern Führungsanforderungen.

Organisationale Komplexität: Hybride Arbeitsformen, agile Teams, unklare Zuständigkeiten, hohe Veränderungsdichte.

Persönlicher Druck: Selbstzweifel, hohe Erwartungen, Verantwortung, emotionale Erschöpfung.

All diese Ebenen wirken gleichzeitig – oft unbewusst. Umso wichtiger ist es, dich bewusst auf deine innere Führungsstärke auszurichten.

5 Strategien für mehr innere Führungssicherheit inkl. Selbstcoaching-Aufgaben

1. Akzeptanz statt Widerstand: Du kannst Unsicherheit nicht kontrollieren – aber du kannst lernen, mit ihr zu leben.

Tipp: Vermeide Aktionismus. Beobachte erst.

Selbstcoaching-Übung:

– Welche Situation verunsichert dich aktuell? d

– Was daran kannst du beeinflussen?

– Was liegt außerhalb deiner Kontrolle?

– Welche Möglichkeit steckt darin?

2. Selbstklärung statt Selbstzweifel: Klarheit über deine Werte, Haltung und Rolle gibt Orientierung – auch in stürmischen Phasen.

Tipp: Reflektiere regelmäßig, wofür du stehst.

Selbstcoaching-Übung:

– Was sind deine drei wichtigsten Werte als Führungskraft?

– Wo lebst du sie bewusst – wo nicht?

– Was willst du künftig klarer vertreten?

3. Kommunikation trotz Unklarheit: Auch ohne Lösungen kannst du Klarheit stiften – durch Präsenz und Offenheit.

Tipp: Zeig dich, auch wenn du (noch) nicht alles weißt.

Selbstcoaching-Übung:

– Wann hast du Unsicherheit zuletzt nicht geteilt? Warum?

– Wie hätte ehrliche Kommunikation ausgesehen?

– Was brauchst du, um das in Zukunft zu tun?

4. Entscheidungen mit 70 % treffen: Warten auf perfekte Sicherheit blockiert Handlungsspielraum.

Tipp: Gute Entscheidungen brauchen Mut, nicht Perfektion.

Selbstcoaching-Übung:

– Welche Entscheidung schiebst du vor dir her?

– Was hält dich zurück?

– Was wäre eine „gute genug“-Entscheidung?

5. Psychologische Sicherheit im Team fördern: Unsicherheit braucht nicht Kontrolle, sondern Vertrauen.

Tipp: Stell Fragen, statt Antworten zu erwarten.

Selbstcoaching-Übung:

– Welche Frage könntest du im nächsten Teammeeting stellen, um echte Offenheit zu fördern?

– Welche Unsicherheit könntest du selbst teilen?

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Führen in unsicheren Zeiten

Hier auch noch ein nützliches Video solltest du dich noch tiefer mit dem Thema beschäftigen wollen:

Führung in Krisenzeiten